Petra Joy

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Petra Joy

Die 1964 in Kempten (Deutschland) geborene Petra Joy ist eine der wenigen Frauen, die es geschafft haben, sich als Regisseurinnen von Pornofilmen einen Namen zu machen.

Schon früh galt Joys Interesse der Fotografie. Im Alter von sechs Jahren bekam sie ihre erste Kleinbildkamera, die sie fleißig in Verwendung hatte. Ihre Teenagerjahre verbrachte sie zum Großteil in der Dunkelkammer, um ihre Bilder zu entwickeln.

Ihre Begeisterung für Film und Fernsehen ließ Petra Joy schließlich in Köln Filmgeschichte, Politik und Anglistik studieren. In ihrer Magisterarbeit arbeitete sie die Darstellung der weiblichen Sexualität in Nazifilmen auf. Die Themen Erotik, Pornographie und die Lust der Frau sollten in den nächsten Jahrzehnten den Schwerpunkt der Arbeit der überzeugten Feministin bilden, auch wenn ihr beruflicher Weg sie zuerst nach England führte.

Als freiberufliche Produzentin und Regisseurin drehte Petra Joy über 70 Dokumentarfilme für namhafte internationale Fernsehsender wie National Geographic oder Channel 4. Immer mehr beschäftigte sich Joy aber auch schon mit Lifestyle und Sexualität und produzierte Beiträge sowie dokumentarische Filme für das auf ProSieben und VOX ausgestrahlte Magazin "Liebe Sünde".

Bei ihrer Tätigkeit als Erotik-Fotografin für Frauen und Paare wurde sie oft gefragt, welche Pornofilme sie empfehlen könne. Als entschiedene Gegnerin der 80er-Jahre-Pornos teilte sie die Meinung vieler Frauen, die mit der mangelnden Fantasie und der Konzentration auf Männer in diesen Filmen nicht einverstanden waren. Die weibliche Lust und die Bedürfnisse der Frau wurden komplett vernachlässigt, ja vielmehr noch waren die meisten Streifen frauenfeindlich und gewaltverherrlichend.

Dies zu kritisieren reichte Petra Joy jedoch nicht. Sie wollte Alternativen schaffen und sexpositive Filme drehen, in denen das weibliche Lustempfinden im Vordergrund steht.

Im Jahr 2003 gründete Joy die Foto- und Videoproduktionsfirma "Strawberry Seductress". Mit ihrem ersten erotischen Film "Sexual Sushi" schlug die Allgäuerin einen neuen Weg ein, der sie bald international bekannt machen sollte. Ganz im Gegensatz zu Mainstream-Pornos geht sie auf die weibliche Sexualität ein und thematisiert die Begierde und Fantasien von Frauen. Männer werden als Objekte der Begierde dargestellt und Joy rückt ganz bewusst den weiblichen Orgasmus in den Mittelpunkt. Bei den kreativen und sinnlichen Liebesspielen setzt die erfolgreiche Regisseurin auf Authentizität. Nur wer selbst Spaß an Sex hat und sich von seiner Lust leiten lässt, schafft es, echte Gefühle zu wecken und zu transportieren.

Anders als in typischen Pornofilmen legt Joy ihren Schwerpunkt auf die Gesichter ihrer Darsteller anstelle der Genitalien und lässt Frauen ihre Lust frei ausleben. Joy, die selbst einen Faible für Rollenspiele und Burleske hat, setzt auf "fair porn", in dem Frauen nicht erniedrigt werden und die Darsteller, die zum Großteil Laienschauspieler sind, vor der Kamera das tun, worauf sie Lust haben.

Petra Joys Filme wie "Female Fantasies", "Feeling it, not faking ist" oder "The Joy of Porn" wurden mehrfach ausgezeichnet und auf international beachteten Filmfestivals gezeigt. Seit 2009 wird jährlich "The Petra Joy Award" an Regisseurinnen für ein erfolgreiches Debüt im Bereich der Erotikfilme vergeben.

Neben ihrer Tätigkeit als Regisseurin und Produzentin hat Joy, die nach wie vor Pornoworkshops für Frauen abhält, auch Bücher veröffentlicht.

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